Unser SAN-Bericht:

Projektidee:

Die Projektidee, Personalcomputer auch in Grundschulen einzusetzen und ans Netz zu binden, entstand aufgrund persönlicher EDV-Erfahrungen bei zunächst zwei Kolleginnen. Unterstützung erhielten sie durch die Schulleitung, das Kollegium sowie durch die Elternschaft.

Rahmenbedingungen:

Vor der Förderung durch SAN.e.V. besaß unsere Schule keinen Rechner. Durch die Förderung konnten wir den ersten Multimedia-PC mit ISDN-Anschluss (Einzelzugang der Schule) erwerben.

Aufgrund der Unterstützung einer großen schulnahen Firma erhielten wir drei gebrauchte 486er PCs. Aus Eigenmitteln konnte ein weiterer Multimedia-PC mit Netzwerkkarte angeschafft werden.

Zur Zeit sind alle PCs in einem neu geschaffenen Computerlabor untergebracht. Eine Vernetzung im Rahmen der Aktion "Schüler ans Netz" ist geplant.Der Internet-Zugang befindet sich in einem Extra-Raum.

Mail- und Newszugang werden durch zwei Kolleginnen verwaltet.

Zwei Väter unterstützen die Schule aktiv bei Hard- und Softwareproblemen.

Projektbeschreibung:

Der Einsatz der PCs erfolgte zunächst im Förderunterricht, um Erfahrungen mit Schülern und deren "Lernart" zu sammeln. Zeitgleich wurden interessierte Kollegen in den Umgang mit den PCs eingewiesen.

Der Internet-Zugang wurde von Anfang an genutzt für Lehrerfortbildung, für Recherchen zur Unterrichtsvorbereitung und zum Abonnement von Newsgroups.

In den Unterricht konnte der Internet-Zugang aus räumlichen Gründen noch nicht integriert werden.Da ein LAN geplant ist, wird auch intensiv an der Vorbereitung dafür gearbeitet.

Nachdem zu unserem ersten PC ein weiterer aus Eigenmitteln und 3 weitere gespendete zur Verfügung stehen, ist die Einbindung in den Klassenunterricht fester Bestandteil, zunächst jedoch erst bei einer Klasse. Weiterhin wird im Vertretungsunterricht der kundigen Kolleginnen der PC-Raum zur ersten Information im Umgang mit einem PC genutzt. Im Förderunterricht (PLUS-Projekt in Hamburg) und in der Sonderförderung (z.B. Dyskalkulie) ist die Arbeit am PC inzwischen fester Bestandteil geworden (soweit die Stunden gegeben werden können).

Ab Schuljahr 98/99 werden im Wahlpflichtbereich der 3. und 4. Klassen Kurse angeboten, die auch e-mail-Projekte umfassen werden.

Die Kooperation der Kollegen bezüglich Computer hat sich ausgeweitet, das private Interesse, sich Zugang zu diesen Medien zu verschaffen, ist gestiegen.

Es wird versucht, nach Auslauf der bisherigen Förderung Sponsoren für die Anschlußförderung der Internet-Zugänge zu finden. Aufgrund der gegenüber z.B. einer gymnasialen Oberstufe "anderen" Arbeit in der Grundschule liegen die Etat-Probleme nicht unbedingt in den Telefonkosten der Internet-Nutzung, sondern eher bei den monatlichen Gebühren der Zugangskosten. Wenn keine Anschlußförderung vorliegt, muß dann eventuell aus Kostengründen auf den Zugang verzichtet werden.

Fortbildung:

Das Institut für Lehrerfortbildung in Hamburg hat gezielte Fortbildungsveranstaltungen zum Bereich "Schulen ans Netz" angeboten (Einführung,Textverarbeitung, ISDN-Konfiguration, e-mail, Internet,Multimedia-Anwendungen, webdesign, LAN u.a.m.), die von den Projektleiterinnen jeweils besucht wurden. Gleichzeitig fand ein intensiver Austausch über Computer-Probleme statt und weitere private Fortbildungen zum Gesamtbereich. Im Rückblick der bisherigen Arbeit erscheint es sinnvoll, daß zumindest zwei Lehrkräfte gleichzeitig sich maßgeblich um das Projekt bemühten.So wurde einerseits die zusätzliche Arbeitsbelastung aufgeteilt, andererseits konnte so ein unkomplizierter Austausch und gegenseitige Hilfe stattfinden.
Aufgrund der weiteren Arbeitsbelastung, die die Aktion "Schulen ans Netz" noch mit sich bringen wird, und der kommenden Arbeitsbelastung durch die Aktion "Schüler ans Netz" wären Entlastungsstunden angebracht.
Darüber hinaus sind die Projektleiterinnen bemüht, andere Kolleginnen zu motivieren, zu befähigen und fortzubilden.

Hamburg, den 07.04.98

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