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Kalimera und Kalispera
Es war einmal eine kleine Hexenfamilie, die lebte am Rande des
Zauberlandes. Die Hexenfamilie war sehr reich, doch die Eltern waren nur auf
eines stolz, und das waren ihre Kinder. Sie hatten auch ganz
außergewöhnliche Namen, der Vater hieß Karjamba, die Mutter hatte den Namen
Arrela, doch die Kinder hießen Kalimera und Kalispera. Die beiden waren
Zwillinge. Sie mussten noch unterrichtet werden, und das machten die Eltern.
Sie hatten auch ein Haustier, eine Katze, die hieß Zamboley, die Katze
konnte sprechen, sie war sehr weise und manchmal auch ein bisschen nervig.
Eines Tages, an einem nicht besonderen Tag, guckte Kalimera heimlich in
Arrelas Buch, da sah sie einen Zauberspruch, der sich richtig lustig
anhörte. Vor lauter Lachen vergaß sie, dass das Buch ihrer Mutter gehörte
und lief damit nach oben. Kalimera rief: „Guckt mal, was ich im Buch der
Zauberkünste gefunden habe! Ich lese ihn mal vor!“ Die Eltern sprangen auf
und wollten Kalimera das Buch abnehmen, doch zu spät, Kalimera las laut vor:
„Qarrila cho beumos!“ Es gab einen lauten Knall, als der Rauch sich verzogen
hatte, fand Kalimera anstatt ihrer Eltern zwei widerliche, alte,
verschrumpelte Bäume.
Kalispera wurde von dem Knall überrascht und lief ins Wohnzimmer, da sah
sie ihre Schwester und die zwei hässlichen Bäume. „Wo sind Mum und Dad?“
fragte Kalispera ärgerlich. „Ich weiß es nicht, ich habe ihnen bloß einen
Zauberspr….!“ sagte Kalimera und verstummte, Kalispera gab Kalimera eine so
heftige Ohrfeige, dass sie schwankte und auf dem Tisch Halt suchen musste.
Auf einmal kam ein weißer Stern ins Zimmer geflogen und verwandelte sich in
eine Fee. Kalimera ging zu ihr und heulte los: „Es tut mir so leid, ich
wollte meine Eltern nicht wegverwandeln!“ „Still!“ sagte die Fee, „ihr könnt
eure Eltern zurückverwandeln, aber ihr braucht für diesen Spruch die Blume
der Weisheit!“. „Was ist die Blume der Weisheit?“ fragte Kalispera. Die Fee
aber war schon verschwunden. „Ich weiß, wo die Blume der Weisheit wächst!“
sagte Kalimera noch ganz verweint. „Wo wächst die Blume, wo?“ frage
Kalispera. „Im Zauberwald mitten im Zauberland“. „Das Zurückkommen ist
leicht, aber das Hinkommen ist ziemlich schwer, deswegen müsst ihr euch
hinzaubern!“ sagte die Katze Zamboley. Kalimera ging zum großen Buch der
Anfänger und sagte den Spruch auf: „Zauberei und Zauberwald, flieg uns hin
mit voller Eile!“ Es dauerte keine fünf Minuten, da waren sie schon vor dem
Wald.
„So, da sind wir!“ sagte Kalispera. „Na, dann mal los!“ sagte
Kalimera. Und beide gingen hinein. Kalimera hatte Angst, was sie eigentlich
nicht brauchte, denn alle Tiere wussten, was passiert war und ließen sie
sicher durchgehen. Endlich hatten sie die Blume erreicht, doch es gab schon
wieder Probleme, sie mussten durch einen tödlichen Sumpf. Da hatte Kalimera
eine Idee, sie ließ sich ihren Besen herzaubern, setzte sich drauf und flog.
Doch als sie fast die Blume erreicht hatte, schoss eine Hand aus dem Sumpf,
schlang sich um den Besen und zog sie runter. Da sprang sie vom Besen,
erreichte das andere Ende und schnappte sich die Blume. Der Besen ragte nur
noch sieben Zentimeter nach oben, da sprang Kalimera noch einmal. Doch es
ging schief, sie landete einen Meter hinter dem Besen. Sie rief um Hilfe. Da
hexte Kalispera voller Angst ihren Besen her, sprang auf, flog zu der
Stelle, wo Kalimera fest saß. Sie schnappte sich Kalimera, da kam aber noch
eine Hand aus dem Sumpf und zog an Kalisperas Besen. Da sprangen beide vom
Besen auf das Ufer zurück, mit der Blume in der Hand.
Beide waren erleichtert, und Kalispera hexte sich und ihre Schwester
zurück nach Hause. Da kam auch die Fee wieder und gab ihnen den Rückspruch.
Kalimera las ihn laut vor: „Sumueb och obirraq!“ Und schon wieder gab es
einen lauten Knall und die Eltern waren wieder normal. Sie waren so
glücklich darüber, wie ihre Kinder es geschafft hatten. Und sie lebten
glücklich für eine Ewigkeit! (Übrigens, Kalimera ist griechisch und heißt
Guten Morgen, und Kalispera heißt Guten Abend)
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