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Bundesjugendspiele am 5.10.06!

 

aktualisiert am 02.09.2006

 
 

 

Ein "märchenhafter" Erfolg

Die Klasse 6a nimmt an einem Schreibwettbewerb teil.

 

Preisverleihung

Stellvertretend für ihre Klasse 6 werden Beni, Fatima und Michelle am 8.April 05 in das Hamburger Rathaus eingeladen. Dort fand die Siegerehrung für den Märchen-Schreibwettbewerb der 1.Hamburger Märchentage statt. Für ihre selbst erdachten Märchen erhalten alle Schülerinnen und Schüler der Klasse eine Urkunde und eine Freikarte für die Märchentage 2005. Michelle erreicht mit ihrer fantasievollen Geschichte „Kalimera und Kalispera“ sogar einen 11.Platz und freut sich über einen Büchergutschein im Wert von 40 Euro.

 
Und hier Michelles Märchen:  

Kalimera und Kalispera

Es war einmal eine kleine Hexenfamilie, die lebte am Rande des Zauberlandes. Die Hexenfamilie war sehr reich, doch die Eltern waren nur auf eines stolz, und das waren ihre Kinder. Sie hatten auch ganz außergewöhnliche Namen, der Vater hieß Karjamba, die Mutter hatte den Namen Arrela, doch die Kinder hießen Kalimera und Kalispera. Die beiden waren Zwillinge. Sie mussten noch unterrichtet werden, und das machten die Eltern. Sie hatten auch ein Haustier, eine Katze, die hieß Zamboley, die Katze konnte sprechen, sie war sehr weise und manchmal auch ein bisschen nervig.

Eines Tages, an einem nicht besonderen Tag, guckte Kalimera heimlich in Arrelas Buch, da sah sie einen Zauberspruch, der sich richtig lustig anhörte. Vor lauter Lachen vergaß sie, dass das Buch ihrer Mutter gehörte und lief damit nach oben. Kalimera rief: „Guckt mal, was ich im Buch der Zauberkünste gefunden habe! Ich lese ihn mal vor!“ Die Eltern sprangen auf und wollten Kalimera das Buch abnehmen, doch zu spät, Kalimera las laut vor: „Qarrila cho beumos!“ Es gab einen lauten Knall, als der Rauch sich verzogen hatte, fand Kalimera anstatt ihrer Eltern zwei widerliche, alte, verschrumpelte Bäume.

Kalispera wurde von dem Knall überrascht und lief ins Wohnzimmer, da sah sie ihre Schwester und die zwei hässlichen Bäume. „Wo sind Mum und Dad?“ fragte Kalispera ärgerlich. „Ich weiß es nicht, ich habe ihnen bloß einen Zauberspr….!“ sagte Kalimera und verstummte, Kalispera gab Kalimera eine so heftige Ohrfeige, dass sie schwankte und auf dem Tisch Halt suchen musste. Auf einmal kam ein weißer Stern ins Zimmer geflogen und verwandelte sich in eine Fee. Kalimera ging zu ihr und heulte los: „Es tut mir so leid, ich wollte meine Eltern nicht wegverwandeln!“ „Still!“ sagte die Fee, „ihr könnt eure Eltern zurückverwandeln, aber ihr braucht für diesen Spruch die Blume der Weisheit!“. „Was ist die Blume der Weisheit?“ fragte Kalispera. Die Fee aber war schon verschwunden. „Ich weiß, wo die Blume der Weisheit wächst!“ sagte Kalimera noch ganz verweint. „Wo wächst die Blume, wo?“ frage Kalispera. „Im Zauberwald mitten im Zauberland“. „Das Zurückkommen ist leicht, aber das Hinkommen ist ziemlich schwer, deswegen müsst ihr euch hinzaubern!“ sagte die Katze Zamboley. Kalimera ging zum großen Buch der Anfänger und sagte den Spruch auf: „Zauberei und Zauberwald, flieg uns hin mit voller Eile!“ Es dauerte keine fünf Minuten, da waren sie schon vor dem Wald.

 „So, da sind wir!“ sagte Kalispera. „Na, dann mal los!“ sagte Kalimera. Und beide gingen hinein. Kalimera hatte Angst, was sie eigentlich nicht brauchte, denn alle Tiere wussten, was passiert war und ließen sie sicher durchgehen. Endlich hatten sie die Blume erreicht, doch es gab schon wieder Probleme, sie mussten durch einen tödlichen Sumpf. Da hatte Kalimera eine Idee, sie ließ sich ihren Besen herzaubern, setzte sich drauf und flog. Doch als sie fast die Blume erreicht hatte, schoss eine Hand aus dem Sumpf, schlang sich um den Besen und zog sie runter. Da sprang sie vom Besen, erreichte das andere Ende und schnappte sich die Blume. Der Besen ragte nur noch sieben Zentimeter nach oben, da sprang Kalimera noch einmal. Doch es ging schief, sie landete einen Meter hinter dem Besen. Sie rief um Hilfe. Da hexte Kalispera voller Angst ihren Besen her, sprang auf, flog zu der Stelle, wo Kalimera fest saß. Sie schnappte sich Kalimera, da kam aber noch eine Hand aus dem Sumpf und zog an Kalisperas Besen. Da sprangen beide vom Besen auf das Ufer zurück, mit der Blume in der Hand.

Beide waren erleichtert, und Kalispera hexte sich und ihre Schwester zurück nach Hause. Da kam auch die Fee wieder und gab ihnen den Rückspruch. Kalimera las ihn laut vor: „Sumueb och obirraq!“ Und schon wieder gab es einen lauten Knall und die Eltern waren wieder normal. Sie waren so glücklich darüber, wie ihre Kinder es geschafft hatten. Und sie lebten glücklich für eine Ewigkeit! (Übrigens, Kalimera ist griechisch und heißt Guten Morgen, und Kalispera heißt Guten Abend)